Solarstrom – oder: bevor ich grün werde vor Wut –erneuerbare Energie(n) für alle

Die Notwendigkeit wird nicht mehr in Frage gestellt, alle reden davon, viele bewegt es und einige tun es schon: die Sonne anzapfen. Doch wie anfangen?
Was ist möglich?
Was kann ICH tun?
Was traue ich mir zu?
Was ist heute machbar?

Die Motivation

Schon immer hat mich die Elektronik, alles was mit Strom zu tun hat, ob die Modelleisenbahn, Digitalelektronik und Computer-Selbstbau begeistert. Und so ist es nur konsequent, dass ich als Informatiker nun meine Heim-IT auf Solarbetrieb umstelle. Im Moment spart das zwar noch kaum Geld, da ich sehr viel Zeit, Geld und Energie (in Form von Hirnschmalz und heißem Kaffee/Tee) investiere und auch einiges ausprobiere. Doch der Lerneifer ist hoch, und die Vision von einer weitestgehend autarken Stromversorgung und eines Vorbild-Effekts für andere triebt mich an und macht Freude.

Und es wird sich lohnen, denn was ich tue soll keine Insellösung bleiben und ist nicht nur für den Eigenbedarf geplant. Es soll Modellcharakter haben für alle, die sich zum Nachahmen animiert fühlen oder Interesse haben, mitzudenken und kreativ zu sein.

Ziel ist, dass in absehbarer Zeit nicht nur die hauseigene IT, sondern der gesamte Strom des Haushalts, vor allem die Grundlast, von der PV-Anlage gespeist werden. Die Spitzenlast auch für’s Kochen und Waschen abzudecken ist das erklärte mittelfristige Ziel. Das ganze dann portierbar für andere zu gestalten die weniger Zeit, Geduld oder Hirnschmalz übrig haben, ist das langfristige Ziel. Eine auf eBay oder Amazon verkaufbare steckerfertige Komplettlösung ist im Moment nicht dran.

Wer ist die Zielgruppe?

Alle, die nicht mehr tatenlos zusehen wollen, wie über steigende Gas- und Strompreise gejammert wird, die eigenverantwortlich anpacken und ihre eigene (Um-)Welt ein Stück unabhängiger, klimaverträglicher machen wollen und ihre Wut-Kraft in Tat-Kraft umsetzen.

Jeder und Jede, der/die sich engagieren (wollen) für mehr Selbstversorgung und etwas beitragen wollen, aber nicht wissen wie und wo anfangen, was tun …

Der aktuelle Stand

Momentan stehen 4 SolarPanels mit einer Gesamtleistung von 220Wp auf meinem Balkon (Südseite, unverschattet, Mietwohnung) und liefern genügend Energie um diese Homepage zu betreiben. In der Garage warten schon zwie 425Wp-Panels, die an der Hauswand befestigt werden sollen. Dies alles dient dazu, unterschiedliche Komponenten zu testen und vor allem Erfahrungen zu sammeln. Ziel ist eine vollautomatische, batteriegepufferte Anlage aufzubauen, welche die Grundlast für mind. 3 Tage abdecken kann. Dazu sind 2 LiFePo4-Akkus mit zusammen 2,56kWh Kapazität an die PV angeschlossen und betreiben diesen Web-Server und laden auch – falls genügend Sonneneinstrahlung vorhanden ist – alle meine mobilen Geräte wie Handy, Laptop, PowerBank, Navi, etc.

Die hierbei erzeugte Energie wird nicht ins Hausnetz eingespeist, womit die 600W-Grenze des Gesetzgebers (bzw. der vorhandenen Elektroinstallation) umgangen wird. Die Grundlast von ca. 60W wird über einen Micro-Wechselrichter in mein Hausnetz eingespeist. Es ist geplant, dass später eine dynamische, lastabhängige Schaltung zur Steuerung des Wechselrichters kommt, welche nur so viel Strom ins Hausnetz einspeist, dass keine Energie ins Netz des Energieversorgers fließt. Es wird somit der tägliche Durchschnittsbedarf an Kühlleistung (Kühl-/Gefrierschrank), Standby-Geräten und mobilen Geräten wie Laptop und Handys abgedeckt.

Eine Vollversorgung von großen Verbrauchern wie Herd oder Wasserkocher kann mit dieser kleinen Anlage im Moment nicht gelingen. Die dafür vorzuhaltene Energiemenge (ich denke hier an mind. 10kWh) ist sehr viel aufwändiger zu speichern, die Batterie ist teuer und schwer und diese Leistung geben auch die momentan installierten Solarpanels nicht her. Außerdem ist für die Warmwasserbereitung (Kochen, Duschen) eine Solarthermie-Anlage, integriert in die vorhandenen Heizung viel effizienter, worauf ich als Mieter jedoch keinen Einfluß habe.

Es gibt im Netz inzwischen mannigfache Anleitungen zum Selbstbau von Balkon-Solaranlagen. Ich will hierauf aufsetzend zur schnelleren Entscheidungsfindung und einfacheren Realisation beitragen, in der Hoffnung, Interessierte und Gleichgesinnte zu finden, die sich davon anstecken lassen.

Balkon-Solar im Wohnblock / in der Mietwohnung

Wie kann ich das Thema Photovoltaik in meiner Mietwohnung effizient umsetzen?

Was ist realisierbar, was ist sinnvoll, was rechnet sich?


Die Technik

Die Lade- und Entladekurve der derzeitigen Installation ist hier zu sehen:

https://solar.hannesnet.de/monitor.php

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